• DIA’s und Negative digitalisieren mit dem Nikon ES-2 - YouTube Video

    210106 DIAs und Negative YouTube

Einleitung

In diesem Video geht es um die Digitalisierung von DIAs und Negativen aus den guten alten Analogzeiten der Fotografie. Gute alte Zeiten ist natürlich nicht ernst gemeint, da die Digitalfotografie in der Zwischenzeit ein Niveau erreicht hat, wo man sich fast nicht mehr vorstellen kann, wieder tagelang darauf zu warten, bis der entwickelte Film, die DIAs oder die Papierabzüge abgeholt werden können. Natürlich gibt es wie bei den Musik Liebhabern auch bei den Fotografen die Nostalgiker, die nicht loslassen können oder aber auch Neueinsteiger, welche sich einfach für die analoge Technologie interessieren und alles einmal ausprobieren wollen.

Diejenigen, welche aber beide Welten kennen, haben alle dasselbe Problem, nämlich ein Archiv mit DIAs und / oder Negativen, welche irgendwo eingelagert sind und darauf warten, digitalisiert zu werden.

Falls Du dieses Problem auch hast, schau Dir das nachfolgende Video an. Den kompletten Text zum nachlesen, findest Du unter dem Video.

Ich kenne dieses Problem und habe dieses auch schon sehr früh angepackt. Mein ältestes DIA, ich habe vor allem DIAs, ist aus dem Jahr 1982. Seit dem Jahr 2004 fotografiere ich nur noch digital und so war ich gezwungen, mein analoges Bildarchiv erstens aufzuräumen und zweitens in einer für die Archivierung tauglichen Qualität zu digitalisieren. So habe ich in tage- und nächtelanger Sisyphusarbeit alle im Archiv verbleibenden DIAs in geringer JPEG Qualität eingescannt und in einem separaten Lightroom Katalog abgespeichert. Genutzt hatte ich damals einen Scanner von Minolta, welcher in der Lage war, 4 DIAs in einem Batch-Durchgang zu verarbeiten. Die Dateinamen sind so gewählt, dass daraus der ‘Lagerplatz’ abgeleitet werden kann. Magazinbox, Magazinnummer und Einschubnummer im Magazin. Nur so finde ich in nützlicher Zeit meine Bilder wieder. Alles was nicht in Magazinen, sondern in DIA-Boxen verstaut ist, hat ebenfalls eindeutige Nummern und die Boxen sind entsprechend beschriftet. Der erwähnte Scanner konnte dann irgendwann mangels Treiber für neuere Windows Versionen nicht mehr genutzt werden und Minolta ist vom Markt verschwunden.

Selbstverständlich muss dann alles staubfrei und in einem passenden Klima gelagert werden, falls es für die Ewigkeit sein soll. Das ist bei mir natürlich nicht der Fall und so ist alles doch relativ gut vor Staub geschützt, in einem Schrank in meinem Büro gelagert. Höchst selten und immer seltener habe ich das Bedürfnis im Archiv zu stöbern…

Für diesen seltenen Fall habe ich mir aber doch irgendwann wieder einen Scanner zugelegt. Einen PlustekOptic Film 7600i mit der Software Silverfast von LaserSoft Imaging. Diese Kombination funktioniert seit längerem, so auch mit der neusten Windows 10 Version klaglos. Dieser Scanner ist mit seinen 7200 DPI in der Lage, DIAs und Negative mit nahezu 70 Megapixeln einzuscannen. Auch können die Scans als DNG RAW Dateien gespeichert werden. Allerdings erkauft man sich all dies mit extrem langen Wartezeiten, vor allem auch dann, wenn im Workflow noch Zusatzfunktionen wie schärfen und das automatische Entfernen von Staub und Kratzern aktiviert ist.

Im Hintergrund läuft ein Scan mit dem Plustek Scanner und der Silverfast Software. Ein DIA wird mit 3600 DPI und einigen Optionen als DNG RAW File eingescannt. Die Stoppuhr zeigt die benötigte Zeit. Der Ablauf ist um das 4-fache beschleunigt und dauert real knapp 8 Minuten!

Deshalb war mein Interesse sofort geweckt, als Nikon im Jahr 2018 den Film Digitalisierungs Adapter ES-2 auf den Markt gebracht hat. Überrascht hat mich allerdings die Einfachheit der Lösung und auch der Preis, welcher aktuell bei um die 180 Franken liegt. Bei näherem Hinschauen stellt man dann aber schnell fest, dass es mit dem Adapter allein nicht getan ist, sondern dass auch noch ein Makroobjektiv benötigt wird. 3 Nikkor Objektive sind kompatibel, zwei 60mm, ein älteres und ein neueres, beides FX Objektive, sowie ein 40mm DX Makroobjektiv. Weil es das günstigste war und ich mit der Nikon D500 auch eine DX Kamera hatte, habe ich für erste Versuche das 40mm Objektiv gekauft. Später ist dann auch noch das 60mm dazu gekommen.

Erste Versuche habe ich dann aber auch mit der Nikon D850 unternommen, welche dann automatisch in den DX Mode umgeschaltet hat, was natürlich zu einer geringeren Auflösung führte. Interessiert hat mich aber dabei vor allem die Funktion, Negative direkt in der Kamera in ein Positiv zu konvertieren. Das kann und konnte nach meinem Kenntnisstand nur die D850, allerdings gibt es als Resultat nur eine JPG- und keine RAW-Datei.

Die Lösung als solches war aber durch ihre Einfachheit und auch durch den geringen Zeitaufwand, der benötigt wird, um ein DIA oder Negativ abzufotografieren mehr als überzeugend.

Etwa zur gleichen Zeit bin ich auf ein Lightroom Plugin aufmerksam geworden, welches in der Lage ist, Negative, auch RAW Dateien, in ein Positiv umzuwandeln. Auch das musste ich natürlich ausprobieren und weil es gut funktioniert hat, habe ich für das Plugin mit der Bezeichnung ‘Negative Lab Pro’ die circa 90 Franken bezahlt und kann nun unabhängig von der Kamera auch Negative ohne Einschränkung abfotografieren. Das Plugin enthält zudem auch ein Profil für die mit der Software Silverfast gescanntem DNG RAW Dateien.

Mein Workflow

Nachfolgend möchte ich zeigen, wie ich mit der Nikon Z7 DIAs und Negative abfotografiere und direkt, unter Zuhilfenahme der Nikon Software ‘Camera Control Pro’ an Lightroom übergebe.

Zuerst muss aber das 60mm Makro Objektiv, f/2,8 G ED an der Z7 montiert werden. Für dieses Objektiv wird gemäss Manual zum ES-2 der kurze Adapter benötigt. Der längere Adapter wäre dann für das 60mm f/2.8D Objektiv vorgesehen. Das hat mit der unterschiedlichen Naheinstellgrenze der beiden Objektive zu tun. An das 40mm DX Objektiv wird der ES-2 ohne Adapter direkt ins Filtergewinde geschraubt.

Die Distanz des ES-2 zur Bildebene kann dann über die Stellschraube und durch nach vorne oder hinten schieben, angepasst werden. Auch die Ausrichtung in der Horizontalen wird über diesen Mechanismus vorgenommen. Der Fokusring des Objektivs sollte praktisch an den Anschlag für die kürzeste Distanz gedreht werden. Da diese Kombination von Kamera und Objektiv einen Abbildungsmassstab von 1:1 zulässt, passt ein DIA oder Negativ genau auf den Sensor dieser Vollformat-Kamera.

Als Lichtquelle nutze ich eine LED-Flächenleuchte, welche in relativ geringem Abstand zum ES-2 positioniert wird und eine Farbtemperatur von 5500 Kelvin aufweist. Nikon empfiehlt eine Lichtquelle mit einem hohen Farbwiedergabe-Wert, auch bekannt unter der für die englische Bezeichnung genutzten Abkürzung ‘CRI’.

Die Kamera wird dann noch über USB mit dem Computer verbunden. Ich nutze dafür die 5 Meter langen USB-Kabel von Tether Tools.

Nun müssen noch die DIAs oder der Filmstreifen mit den Negativen in die mitgelieferten Halter eingelegt und in den ES-2 eingeschoben werden. Dabei sollte sowohl bei DIAs als auch bei Negativen darauf geachtet werden, dass die Schichtseite und nicht die Trägerseite abfotografiert wird. Die Schichtseite sollte daran zu erkennen sein, dass sie matt und nicht glänzend ist. Ausserdem sind dann die Bildnummern am Filmstreifen seitenverkehrt. Das Bild wird dementsprechend seitenverkehrt abfotografiert und muss deshalb in der Nachbearbeitung um die horizontale Achse gedreht werden.

Vor dem Einschieben sollten die Bilder ausserdem noch mit einem Blasebalg von Staub und Fusseln befreit werden. Wie vorgängig schon erwähnt kann nun in einem kleinen Bereich der Ausschnitt gewählt und das Bild gerade ausgerichtet werden. Danach sollte die Feststellschraube arretiert werden.

Die Kamera selbst stelle ich auf den tiefsten nativen ISO Wert, bei der Z7 sind das 64 ISO. Im manuellen Modus wird mit einer Blende von 5,6 und einer Belichtungszeit, die gemäss Live-Histogramm einer korrekten Belichtung entspricht, belichtet. Feinjustierungen können dann auch in ‘Camera Control Pro’ anhand des Lightroom Histogramms vorgenommen werden. Die Belichtungszeit ist nicht kritisch, da die Kamera auf einem stabilen Stativ montiert ist. Die Sensorstabilisierung ist deaktiviert und die Auslösung ist auf Silent gesetzt.

Automatischer Import mit Lightroom und Camera Control Pro

Damit die Bilder sofort zur Kontrolle und Weiterbearbeitung zur Verfügung stehen, übertrage ich diese direkt in den Rechner.

Dazu nutze ich die Lightroom Funktion ‘Automatisch importieren’ und überwache dabei den Ordner, den ich in ‘Camera Control Pro’ als Speicherordner für neue Bilder definiert habe.

Dazu wird über das Menü ‘Extras’ und da bei den ‘Übertragungsoptionen’ der Zielordner festgelegt. Das ist bei mir ein fest definierter Ordner auf einer SSD, welcher aber in der Regel keine Bilder enthält. Lightroom überwacht diesen Ordner und sobald ein Bild eintrifft, wird dieses gemäss Einstellungen in den definitiven Zielordner importiert, was der Funktion ‘verschieben’ entspricht.

Im Lightroom Einstellungs-Dialog für den automatischen Import, welcher im Dateimenü, und da unter dem Punkt ‘Automatischer Import’ zu finden ist, wird über die oberste Checkbox die Funktion aktiviert oder deaktiviert.

Darunter wird der überwachte Ordner ausgewählt. Das ist der gleiche Ordner, welcher in Camera Control Pro als Speicherordner angegeben wurde.

Darunter wird der Zielordner festgelegt, in welchen Lightroom die im überwachten Ordner eintreffenden Bilder verschiebt. Für den Zielordner kann zusätzlich ein Unterordner angegeben werden, welcher bei Bedarf automatisch angelegt wird.

Die eintreffenden Bilder werden direkt in den Katalog übernommen.

  • Zufügen zu einer Sammlung nutze ich nicht.
  • Ich passe mit einer selbstdefinierten Vorgabe die Dateinamen an.
  • Entwicklungseinstellungen werden keine angewendet.
  • Mit einer weiteren selbstdefinierten Vorgabe füge ich den Metadaten meine Urheberrechtsinformationen zu.
  • Stichwörter können nach Lust und Laune vergeben werden.
  • Die Vorschauen belasse ich auf Standard.

Bilder abfotografieren

Mit diesem Aufbau ist es im Gegensatz zur Tether Funktion von Lightroom möglich, eine Live-View Vorschau anzuzeigen, alle Funktionen der Kamera Remote zu steuern, den Fokuspunkt zu setzen und natürlich auch, die Kamera auszulösen.
Ich demonstriere das jetzt zuerst mit einem DIA und danach auch noch mit einem Negativ. Der Vorgang selbst ist aber absolut identisch.

Das DIA ist bereits eingelegt und ausgerichtet. Das heisst, ich muss nur noch einen Punkt zum Fokussieren suchen und danach die Schaltfläche ‘Auslösen nach AF’ betätigen. Die Kamera stellt nun scharf und das Bild wird an den Rechner übermittelt. Wie zuvor eingerichtet, wird dieses Bild jetzt direkt in den Lightroom Katalog importiert. So kann ich jetzt direkt anhand des Histogramms in Lightroom beurteilen, ob ich die Einstellungen anpassen und weitere Bilder aufnehmen muss.

Jetzt habe ich den Filmträger mit einem Negativ eingelegt und ausgerichtet. Beim Negativ würde ich empfehlen, etwas Rand im Bild zu belassen, damit wir später weniger Probleme mit dem Weissabgleich haben.

Nun führe ich den gleichen Vorgang wie zuvor aus. Dieser unterscheidet sich lediglich dadurch, dass es eher etwas schwieriger ist, einen Punkt zum Fokussieren zu finden und auch die Beurteilung der Belichtung ist nicht ganz so einfach.
Um das Bild dann in Lightroom zu beurteilen müsste dieses zuerst in ein Positiv konvertiert werden. Wie das mit dem Lightroom Plugin ‘Negative Lab Pro’ geht, zeige ich etwas später.

Aber auch mit dem Negativ können beliebig viele Bilder mit unterschiedlichen Einstellungen abfotografiert werden.

Wenn dann die RAW Bilder in Lightroom angekommen sind, können diese wie alle anderen RAW Dateien entwickelt und weiterbearbeitet werden.

DIAs in Lightroom

In Lightroom können die eingescannten Fotos wie üblich bei RAW Dateien entwickelt werden. Bei diesem Bild handelt es sich um ein DIA aus dem Jahr 1984. Das Bild wurde auf der Isle of Man bei der berühmt berüchtigten Tourist Trophy aufgenommen, und zwar am spektakulären Spot Namens Ballaugh Bridge. Kameratyp, verwendetes Objektiv und Film Typ habe ich mir damals leider nicht notiert und EXIF Daten gab es sowieso noch keine.

Ich lade dieses Bild nun mit der Taste D ins Entwicklermodul und aktiviere als erstes die Objektivkorrektur. Für das 60mm Makro gibt es ein Profil in Lightroom und demzufolge macht es auch Sinn, dieses zu aktivieren.

Danach drücke ich die Taste R um das Bild zuzuschneiden, ich könnte jetzt hier auch ein anderes Bildformat wählen, belasse dieses Bild aber auf 3:2.

Bei diesem Bild eliminiere ich die schwarzen Ränder und versuche auch noch, das Bild am Häuschen von Manx Radio einigermassen vernünftig auszurichten.

Danach gehe ich in die Grundeinstellungen und ziehe als erstes den Belichtungsregler etwas nach rechts, da das Bild generell etwas zu dunkel ist.

Als nächstes wird der Lichter-Regler nach links gezogen, damit die Details in den hellen Bereichen wieder sichtbar werden.

Nun ziehe ich den Tiefen-Regler nach rechts, womit auch der Fotograf ganz links im Gebüsch wieder zum Vorschein kommt.

Zum Schluss wird jetzt noch der Weiss- und der Schwarzpunkt mit gedrückter Alt-Taste an die Grenzen des Ausfressens und Absaufens gezogen, was sich positiv auf den Bildkontrast auswirkt.

Danach ist das Bild soweit entwickelt. Jetzt kümmere ich mich noch ein bisschen um das Korn, indem ich den Strukturregler auf etwa -40 ziehe, um das doch relativ starke Korn etwas zu minimieren. Dass dies kein Bildrauschen, sondern Korn ist, kann ich zeigen, in dem ich die Bildansicht auf 100% erhöhe und dann bei den Details die Luminanz Rauschreduzierung aufs Maximum ziehe. Diese Einstellung zeigt bei diesem Bild absolut keine Wirkung, weil es eben kein Rauschen ist!

Wen ich jetzt schon bei den Details bin, kann ich auch noch versuchen, das Bild etwas zu schärfen. Dazu ziehe ich den Schärferegler auf einen Wert so zwischen 80 und 90 und erhöhe den Radius auf circa 1,5. Unscharf maskieren bringt bei diesem Bild nichts, da wir kein Problem mit Rauschen haben.

Für Störungen im Bild durch Staub, Fusseln oder Kratzer könnte jetzt noch die Bereichsreparatur genutzt werden. Dies ist aber bei diesem Bild nicht nötig, da keine solchen Störungen sichtbar sind.

Negative in Lightroom

Nun noch kurz zum Workflow mit Negativen, von denen ich allerdings nicht sehr viele habe, weshalb ich auch Mühe hatte, ein einigermassen brauchbares Negativ für diesen Zweck zu finden. Ausserdem scheinen mir die Negative einem stärkeren Alterungsprozess als die DIAs ausgesetzt zu sein. Es kann aber auch sein, dass ich bei der Lagerung weniger sorgfältig vorgegangen bin.

Als Beispiel ein Negativ aus dem Jahr 1983, fotografiert beim Seitenwagenrennen des Motorrad GP auf dem Salzburgring in Österreich.

Ich gehe hier aber nur ganz rudimentär auf die Arbeit mit dem Plugin ein. Wer sich dafür interessiert findet unter diesem Video den Link zur Webseite des Entwicklers, wo umfangreiche Informationen und Videos zu finden sind.

Mit der Taste D lade ich das Negativ ins Entwicklemodul.

Empfohlen wird, als erstes und vor der Konvertierung einen Weissabgleich vorzunehmen. Dieser kann mit der Pipette in einem Bereich ausserhalb des eigentlichen Bildes aufgenommen werden. Falls kein solcher Bereich sichtbar ist, wird empfohlen die Automatik Funktion von Lightroom zu nutzen.

Danach wird das Plugin aus dem Menü ‘Datei – Zusatzmoduloptionen – Negative Lab Pro’ aufgerufen. Mit einer Zusatzsoftware wäre es auch möglich, einen Hotkey zu nutzen. Diese Software habe ich nicht installiert, da ich diesbezüglich eher etwas vorsichtig bin …

Im Plugin wird, wenn nicht schon voreingestellt, als Quelle ‘Digital Camera’ gewählt. Beim Color Model wähle ich Basic, da die anderen Modelle für spezielle Scanner zur Verfügung gestellt werden. Alle anderen Einstellungen wie Pre-Saturation und Border Buffer lasse ich auf default und betätige die Schaltfläche ‘CONVERT NEGATIVES’.

Danach können im Plugin die von Lightroom bekannten Grundeinstellungen wie ‘Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, sowie Weiss- und Schwarzpunkt vorgenommen werden. Im unteren Bereich ist auch ein umfangreiches Color Grading möglich. Damit könnte man sich Stundenlang beschäftigen.

Ich nutze normalerweise lediglich die Regler für die Grundeinstellungen, diese allerdings in einem ähnlichen Umfang wie in Lightroom selbst. Die Wirkung der Regler kann im Histogramm kontrolliert werden. Um nachträglich Änderungen vorzunehmen, kann dieser Dialog jederzeit wieder aufgerufen werden.

Ich bestätige dann meine Einstellungen mit ‘Apply’ und kann nun weitere Optimierungen im Entwicklermodul von Lightroom vornehmen. Zu beachten gilt allerdings das einige Regler eine umgekehrte Wirkung zeigen. Der Grund dafür ist bei der Gradationskurve zu finden, welche vom Plugin für alle 3 Farbkanäle umgekehrt wurde. Das Gradationswerkzeug ist dementsprechend mit Vorsicht zu nutzen.

Wie bei den DIAs nutze ich auch bei den Negativen den Struktur-Regler dazu, dass doch zum Teil sehr störende Korn etwas abzumildern. Ein Wert zwischen -30 und -50 lässt das Bild etwas weniger unruhig wirken.

Bezüglich Schärfe und Rauschreduzierung gilt das gleiche wie bei den DIAs. Störungen im Bild können auch hier mit dem Bereichsreparaturwerkzeug ausgebessert werden.

Selbstverständlich sind aber alle Veränderungen wie bei einer RAW Entwicklung üblich, nicht destruktiv und können jederzeit rückgängig gemacht werden. Das gilt so auch uneingeschränkt für dieses Plugin.

Für Detailinformationen zu all den Möglichkeiten verweise ich noch einmal auf die Webseite des Herstellers dieses Plugins.

So, das wars zu diesem Thema. Unter dem Video findest Du einen Link auf Bilder aus meinem DIA Archiv. Für Fragen oder Anregungen schreibe bitte einen Kommentar. Falls dir dieses Video gefallen hat, dann lass mich das Wissen, zum Beispiel mit einem Daumen nach oben oder gar mit einem Abonnement.

Danke und bis zum nächsten Mal, Tschüss

7 Januar 2021, von Beat
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2 Kommentare
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Christian Ganterer
2. März 2021 15:56

Hallo,
nach dieser super Anleitung habe ich lange gesucht. 👍 echt Top
Ich verwende die D850 mit dem Nikon AF-S Micro 60mm 2.8G ED
Wie sollten ich die Meta-Daten schreiben? 🤔 (Import in Lightroom) 
Oder auch die Schlagwörter verwenden?
Um die Dias zu beschriften mit Namen oder Erstellungsdatum?

Grüße aus Wasserburg am Inn
Christian