• Experiment Tropfenfotografie - Fortsetzung

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Nachdem ich vor gut einem Jahr die ersten Tropfenfotografie-Experimente durchgeführt hatte, war es nun endlich an der Zeit, weitere Experimente durchzuführen, mit dem klaren Ziel, einer Verbesserung der Bilder bezüglich Formen, Farben und Beleuchtung! Deshalb habe ich, wie im letzten Artikel geschrieben, zuerst eine Umgebung aufgebaut, welche mehr Flexibilität bezüglich verschiedener Einstellungen erlaubt und auch weniger Aufwand beim Auf- und Abbau mit sich bringt. Damit waren gute Grundvoraussetzungen für intensive Testreihen geschaffen.

Als erstes musste die optimale Steuerung aller Komponenten mit dem Steuergerät von Eltima ausprobiert werden. Dabei war die erste Erkenntnis, das eine Ansteuerung der Blitze mit der Kurzeitsynchronisation, welche mit der Nikon Kamera und entsprechenden Blitzgeräten möglich ist, die Grenzen dieser Möglichkeit aufzeigen. Im nachfolgenden Bild, welches mit einer 1/8000 Sekunde aufgenommen wurde, ist klar ersichtlich, dass der Verschluss ‘sehr lange’ (ca. 1/250 Sekunde) benötigt, um das ganze Bild zu belichten! Sichtbar ist dies daran, dass in der Spiegelung, welche zuerst belichtet wird (Bild steht am Sensor auf dem Kopf), der Tropfen noch weit entfernt von der Säule ist, bei der richtigen Säule aber bereits aufgeschlagen hat!

Aufnahme mit 1/8000 Sekunde und Blitz Kurzzeitsynchronisation

Aufnahme mit 1/8000 Sekunde und Blitz Kurzzeitsynchronisation

Abhilfe würde hier natürlich bereits das Querstellen der Kamera bringen, da dann der Verschluss von z.B. links nach rechts laufen würde.

Bei den nächsten Versuchen habe ich dann die Kamera auf ‘Bulb’ gestellt und die Blitze mit der geringsten Leistung von 1/128 direkt vom Steuergerät aus gezündet. Dies hat sehr gut funktioniert, war aber bezüglich Verkabelung und Einstellungen am Steuergerät sehr aufwendig.

Als beste Möglichkeit hat sich die direkte Ansteuerung der Kamera mit montiertem ‘Wireless Speedlight Commander’ (SU-800), welcher dann die Blitze auslöst, herausgestellt.

Alles andere war dann eine wirkliche Sisyphusarbeit, da es zum Einen galt, die richtigen Wasserbehälter mit der richtigen Wassermischung (Guarnkernmehl) herauszufinden und zum Zweiten auch die Platzierung der Blitze bezüglich Höhe und Distanz zur Mattscheibe und zum Becken zu optimieren. — Bei Youtube sind dazu unzählige Videos mit Anleitungen zu finden.

Dies hat dann zwischendurch wirklich erstaunlich schöne Tropfenbilder ergeben (insgesamt ca. 1’500 Bilder), aber kleinste Änderungen haben dann alles wieder zunichte gemacht.

Erstaunliche Formen werden sichtbar

Erstaunliche Formen werden sichtbar

Einige der schönsten Bilder sind in leicht retuschierter Form auch auf meiner Webseite in einer Galerie zu besichtigen: zur Galerie mit den Tropfenfotos …

14 Januar 2015, von Beat

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