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Fotoreise nach Spitzbergen – letzte Vorbereitungen

Endlich ist es soweit. Die schon lange geplante und wegen Corona immer wieder verschobene Fotoreise nach Spitzbergen startet am nächsten Samstag, 25. Juni 2022, am Flughafen Kloten.

Jetzt laufen die letzten Vorbereitungen, wobei die grösste Herausforderung darin besteht, die Einschränkungen der Fluggesellschaften bezüglich Gewicht und Abmessung des Gepäcks so gut wie möglich auszunutzen. Da diese Reise inklusive An- und Rückreise doch 13 Tage dauert und in Gefilden mit durchschnittlich tiefen Temperaturen stattfindet, muss entsprechend viel und passende Kleidung eingepackt werden. Diese musste vorgängig auch noch angeschafft werden und so habe ich neben den Reisekosten auch noch über 2000.- Franken bei TRANSA für warme Kleidung abgeliefert.

Da es sich aber um eine Fotoreise und nicht um eine Modenschau handelt, ist natürlich das Fotoequipment genauso wichtig und deshalb gehe ich nachfolgend darauf ein, was ich alles einzupacken gedenke, sofern mir das Gewichtslimit keinen Strich durch die Rechnung macht.

Bei den Kameras gibt es keine Abstriche und so wird die Nikon Z9 sowie als Zweitkamera die Nikon Z 7II eingepackt. Für beide Kameras nehme ich je 3 Akkus sowie die passende Ladeinfrastruktur mit. Elf Speicherkarten mit einer Gesamtkapazität von 1,44 TB sind vorgesehen (4 x XQD, 4 x CFexpress und 3 x SD (nur Z 7II). Die Daten werden dann jeweils schnellstmöglich auf die zwei zur Verfügung stehenden Samsung SSD’s mit je 2TB Kapazität über den Laptop gesichert.

Da es sich um eine Fotoreise mit dem Schwerpunkt Tierfotografie handelt, sind lange Brennweiten natürlich Pflicht. So kommt voraussichtlich das neue und leichte 800mm f/6.3 PF, das 500mm f/5.6 PF sowie das 100-400mm F/4.5-5.6 Tele-Zoom Objektiv mit. Letzteres hat mir freundlicherweise ein Kollege ausgeliehen, da ich meins noch nicht bekommen habe (bestellt am 2. April 2022). Für Landschaftsaufnahmen habe ich dann als einziges Objektiv das neue 24-120mm f/4 dabei.

Nachfolgend eine grobe Zusammenstellung, wie und wo das Equipment untergebracht wird.

Fotorucksack (F-Stop Tilopa)

Bei SAS ist das Handgepäckstück, also in meinem Fall der Fotorucksack, beschränkt auf die Abmessungen von 55 x 40 x 23cm und einem Gewicht von maximal 8Kg.

Um die Höhe von 55cm zu erreichen, habe ich beim F-Stop Rucksack den Metallrahmen entfernt und im Koffer verstaut. Die Z9 mit montiertem 800mm PF Objektiv (Stativfuss entfernt und im Koffer untergebracht) sowie dem 100-400mm F/4.5-5.6 Tele-Zoom Objektiv ergeben ein Gewicht von ziemlich genau 8 Kg.

F-Stop Rucksack

F-Stop Rucksack

F-Stop Rucksack auf der Waage - fast genau 8 Kg

F-Stop Rucksack auf der Waage – fast genau 8 Kg

Techniktasche (kleine F-Stop ICU)

Den ganzen Kleinkram wie Ladegeräte, Stromkabel, USB-Kabel, Speicherkarten, SSD, Trageriemen und einiges mehr, packe ich in eine kleine ICU von F-Stop, welche dann im Koffer verstaut wird.

Techniktasche

Techniktasche

Laptop Tasche (40 x 30 x 15cm keine Gewichtsangaben)

Als Laptop Tasche nutze ich eine Fototasche von Manfrotto, in welcher neben dem Laptop auch die Z 7II sowie das 24-120mm f/4 Objektiv verstaut werden. Auch alle zusätzlichen Akkus kommen in diese Tasche.

Hartschalenkoffer (maximal 23 Kg)

Das letzte verbleibende Objektiv, nämlich das 500mm f/5.6 PF Objektiv wird in die Daunenjacke eingewickelt und so im Koffer transportiert. Ausserdem müssen die Kleider und Schuhe, der Kulturbeutel sowie die Techniktasche in diesen Koffer. Erste Versuche haben gezeigt, dass die 23 Kg vermutlich gerade so reichen. Auf der Kippe ist das Einbeinstativ mit dem Monopod-Gimbal – wäre schade …

Fotoequipment inkl. Backup

Fotoequipment inkl. Backup

Es wurde uns zwar die Option für SAS-Plus angeboten, womit es möglich gewesen wäre, einen zweiten Koffer mitzunehmen. Das war mir dann aber zuviel des Guten, da ja dieser zweite Koffer neben dem ersten Koffer, dem Fotorucksack und der Laptop-Tasche auch mitgeschleppt werden muss und im Schiff vermutlich die engen Platzverhältnisse noch enger gemacht hätte.

Vom 27. Juni bis 6. Juli sind wir dann auf eben diesem Schiff mit dem Namen ‹Freya› (fährt unter Schwedischer Flagge) und sind während dieser Zeit ‹offline› und befreit von allen ‹Social Media› Zwängen, also Erholung pur 😉

So hoffe ich jetzt einfach, dass ich bei meinen Vorbereitungen nicht allzu viel vergessen habe und auch sonst für das Klima in dieser Region einigermassen gut gerüstet bin.

Von mir aus kann es losgehen 🙂

Nachtrag vom 24. Juni 2022

Von der ersten Reisegruppe, welche jetzt unterwegs ist, haben wir die Information bekommen, dass längst mögliche Brennweiten von Vorteil sind, aber ein Stativ nicht viel Sinn macht. So kommt jetzt das 800er Objektiv definitiv mit und auch den 2-fach Z-Konverter habe ich eingepackt (den 1.4x Z-Konverter habe ich leider auch noch nicht erhalten). Da das Einbeinstativ nicht mit muss, habe ich dafür zusätzlich das 14-24mm f/2.8 Objektiv mit CPL Filter und Halter in die Techniktasche gepackt. So bringt jetzt der Koffer 22,4 Kg auf die Waage – ziemlich nahe am Limit.

Ausserdem wurde uns auch empfohlen, eine Drohne, sofern vorhanden, unbedingt mitzunehmen, da die Möglichkeiten zum Fliegen gewaltig seien. Ich verzichte aber bewusst auf die Drohne, da mich diese bezüglich Gewichtslimit bei der normalen Fotoausrüstung zu stark einschränken würde. Dafür habe ich als zusätzliches ‹Spielzeug› die Insta360 ONE X2 in die Laptop Tasche gepackt …

22 Juni 2022, von Beat
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3 Kommentare
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Franz
23. Juni 2022 18:54

Hallo Beat meine Packliste ist etwas kleiner. Nur 3 Objektive. 24-70,70-200,200-500 und die Monster schwere Z9 mit Leichtgewicht Z/II.

Franz
Reply to  Beat
23. Juni 2022 19:44

Das habe ich so gelesen bei deinen Tests. Besten Dank übrigens für deine ausführliche Bewertungen und Vergleiche.