• Fotoreise Namibia - Reisebericht Teil 2

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Am fünften Tag unserer 14 tägigen Rundreise durch Namibia verlassen wir die wunderschön auf einer Düne gelegene Wolwedans Dune Lodge und machen uns auf den Weg zur Sossus Dune Lodge in der Nähe von Sesriem. Auf dem Weg dahin besichtigen wir den eindrucksvollen Sesriem Canyon welcher vor Millionen von Jahren durch den Fluss Tsauchab  ins Sedimentgestein hineingefressen wurde. Im Bild lässt sich anhand der Personen die Tiefe des Einschnitts in etwa erahnen!

Im Sesriem Canyon

Im Sesriem Canyon (NIKON D850 f/8 1/50sec ISO-64 20mm) – vom: 2018-04-18 13:10:55

Nachdem wir in der Sossus Dune Lodge eingecheckt hatten, machten wir uns schon bald wieder auf den Weg, um die Elim-Düne zu besteigen. Das ist die Düne im Sossusvlei, die am weitesten im Landesinnern liegt. Diese Düne ist recht leicht zu besteigen, ist mit einigen Grasbüscheln bewachsen und bietet eine fantastische Aussicht. Diese genossen wir bis kurz vor Sonnenuntergang. Der Abstieg von der Düne gestaltet sich dann sehr einfach. An der steilen Flanke der Düne, im weichen Sand herunterrennen, ein kurzes aber intensives Vergnügen. Allerdings müssen danach die Schuhe ausgeleert werden…

Auf der Elim-Düne

Auf der Elim-Düne (NIKON D850 f/8 1/60sec ISO-64 36mm) – vom: 2018-04-18 18:07:12

Am darauffolgenden Morgen fahren wir um 5:30 Uhr zum Parkplatz des Deadvlei, besuchen aber nicht dieses, da es da um diese Zeit von Touristen nur so wimmelt, sondern wandern an einen ebenso schönen Ort, wo wir den Sonnenaufgang fotografieren. Danach gibt es auch noch die Gelegenheit, am Fuss der Düne, in einer Ton-Pfanne, einen abgestorbenen Baum zu fotografieren.

In der Nähe des Deadvlei

In der Nähe des Deadvlei (NIKON D850 f/8 1/125sec ISO-64 31mm) – vom: 2018-04-19 08:22:49

Das Deadvlei selbst heben wir uns für den Abend auf. Mit einem finanziellen Zustupf lassen sich die Fahrer der Geländefahrzeuge, welche die Touristen vom Parkplatz in die Nähe des Deadvlei fahren, überreden, 2 Stunden länger zu arbeiten. So haben wir die Möglichkeit, das Deadvlei fast ganz für uns allein zu haben. Diese nutzen wir natürlich und fotografieren die abgestorbenen Akazienbäume in dieser schönen Kulisse aus allen möglichen Blickwinkeln.

Abgestorbene Akazienbäume im Deadvlei

Abgestorbene Akazienbäume im Deadvlei (NIKON D850 f/11 1/80sec ISO-90 70mm) – vom: 2018-04-19 17:35:59

Abgestorbene Akazienbäume im Deadvlei

Abgestorbene Akazienbäume im Deadvlei (NIKON D850 f/16 1/320sec ISO-64 20mm) – vom: 2018-04-19 17:50:33

Zurück in der Lodge heisst es bereits wieder packen, da für den nächsten Tag ein nächstes Etappenziel auf dem Programm steht. Bevor wir dieses aber in Angriff nehmen, fahren wir um 6 Uhr früh los und besteigen eine Düne, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Von diesem Punkt aus können wir auch die Fahrzeugkolonnen beobachten, welche die Touristen ins Deadvlei bringen. Es sind unglaublich viele Fahrzeuge!

Sonnenaufgang in den Dünen

Sonnenaufgang in den Dünen (NIKON D850 f/8 1/60sec ISO-320 52mm) – vom: 2018-04-20 07:21:51

Nach dem Frühstück brechen wir dann für die ca. 6 Stunden dauernde Fahrt nach Swakopmund auf. Fotohalte gibt es bei einem grossen Webervogelnest, einer blühenden Hoodia, sowie einer mit unzähligen gelben Blumen bedeckten Ebene. Ein Indiz dafür, dass es in dieser Gegend geregnet hat.

Es hat geregnet ...

Es hat geregnet … (NIKON D850 f/13 1/40sec ISO-64 24mm) – vom: 2018-04-20 10:48:07

Blühende Hoodia

Blühende Hoodia (NIKON D850 f/13 1/60sec ISO-125 60mm) – vom: 2018-04-20 12:22:52

Kurz vor dem Ziel gibt es noch einen kurzen Zwischenhalt in der Walfischbucht, direkt am Atlantik. Hier ist die Lufttemperatur um einiges kühler als im Landesinnern, was sich durch die Nähe zum Benguelastrom erklären lässt. Im Meer wimmelt es von Flamingos, Pelikanen und vielen weiteren Wasservögeln.

Zwischenhalt in der Walfischbucht

Zwischenhalt in der Walfischbucht (NIKON D500 f/8 1/2000sec ISO-360 250mm) – vom: 2018-04-20 14:22:36

Auch das endgültige Etappenziel, das Strandhotel in Swakopmund, liegt direkt am Atlantik. Ein unglaublich schönes Hotel mit allem Komfort (inkl. perfektem Wi-Fi) und wie sich zeigen wird, einem sensationellen Frühstücksbuffet.

Am Abend geniessen wir in einem nahegelegenen Restaurant ein ausgiebiges Nachtessen bei dem wir auch, ohne zu fotografieren, den Sonnenuntergang beobachten können.

Am nächsten Morgen werden wir direkt im Hotel von Geländefahrzeugen abgeholt und fahren mit diesen in die nahegelegene Wüste. Dort versuchen unsere Guides, uns die sogenannten ‚little five‘ zu zeigen. Diese müssen allerdings durch Spurensuche zuerst ausfindig gemacht werden, was sich an diesem Tag scheinbar als eher schwierig herausstellt. So bekommen wir kein Chamäleon und auch keinen Skorpion zu sehen. Dafür graben die Guides für uns eine Zwergpuffotter sowie einen Palmato- oder auch Namibgecko aus. Ausserdem begegnen wir auch einer Dünen- oder Namiblerche, welche so nur in Namibia anzutreffen ist. Alles in allem ein sehr lehrreicher Ausflug mit der Erkenntnis; die Wüste lebt!

Dünen- oder Namiblerche, gibt es nur in Namibia

Dünen- oder Namiblerche, gibt es nur in Namibia (NIKON D500 f/11 1/1250sec ISO-720 200mm) – vom: 2018-04-21 11:26:38

Palmato-- oder Namibgecko, fast durchsichtig ...

Palmato– oder Namibgecko, fast durchsichtig … (NIKON D850 f/13 1/1250sec ISO-1250 550mm) – vom: 2018-04-21 11:40:35

Zwergpuffotter oder auch Sidewinder

Zwergpuffotter oder auch Sidewinder (NIKON D850 f/13 1/1250sec ISO-1100 550mm) – vom: 2018-04-21 12:15:31

Nach einem kleinen aber feinen Mittagessen im Hotel bereiten wir uns für einen Rundflug über die Wüste vor. Für mich eine Premiere, da ich vorher noch nie mit einem Kleinflugzeug unterwegs war. Nach dem alle Formalitäten erledigt waren, zwängten wir uns jeweils zu dritt oder zu viert in diesen doch sehr engen Passagierraum. Zum Glück bekamen wir Ohrenstöpsel, da sonst der Lärm im Innern nicht auszuhalten gewesen wäre. Der Rundflug führte uns über die Namib Wüste bis hinunter zum Deadvlei und dann der Küste entlang, zurück nach Swakopmund. Wegen des Nebels mussten wir allerdings auf einen anderen Flughafen ausweichen, von wo wir dann mit dem Auto abgeholt und nach Swakopmund zurückgebracht wurden. Brauchbare Fotos hat es von diesem Rundflug nicht viele gegeben, da wir zum Teil zu hoch oder über dem Nebel flogen.

Rundflug über die Namib Wüste

Rundflug über die Namib Wüste (NIKON D850 f/8 1/250sec ISO-250 200mm) – vom: 2018-04-21 16:44:13

Nebel über der Namib Wüste

Nebel über der Namib Wüste (NIKON D850 f/8 1/800sec ISO-400 70mm) – vom: 2018-04-21 17:30:57

Auch an diesem Abend genossen wir ein vorzügliches Nachtessen in einem sehr gut besuchten Restaurant in Swakopmund.

Die Weiterfahrt nach Spitzkoppe, am nächsten Morgen, war auf 9:30 Uhr angesetzt, so dass wir einmal richtig ausschlafen konnten. 🙂

Gerade richtig, aufs Mittagessen, kamen wir in der wunderschön gelegenen Spitzkoppe Lodge an. Die Spitzkoppe selbst, ein Inselberg, wird auch als ‚Matterhorn Namibias‘ bezeichnet. Da wir in dieser Lodge nur für eine Nacht bleiben, gibt es wieder ein etwas gedrängtes Programm. Am Nachmittag fotografieren wir eindrückliche Felsformationen, am Abend dasselbe mit Sonnenuntergang und Sundowner und später versuchen wir die Milchstrasse über der Spitzkoppe abzulichten. Dies gelingt leider nicht, da der Mond schon zu hell und das galaktische Zentrum nicht sichtbar ist.

Spitzkoppe aus der Ferne

Spitzkoppe aus der Ferne (NIKON D850 f/8 1/100sec ISO-64 70mm) – vom: 2018-04-22 11:36:49

Unsere Unterkunft - Spitzkoppe Lodge

Unsere Unterkunft – Spitzkoppe Lodge (X100T f/8 1/800sec ISO-200 23mm) – vom: 2018-04-22 14:25:14

Spitzkoppe - Felsformation mit Sonnenstern

Spitzkoppe – Felsformation mit Sonnenstern (NIKON D850 f/16 1/80sec ISO-64 20mm) – vom: 2018-04-22 18:24:11

Spitzkoppe - kurz vor Sonnenuntergang

Spitzkoppe – kurz vor Sonnenuntergang (NIKON D850 f/9 1/13sec ISO-64 20mm) – vom: 2018-04-22 18:41:19

Vor dem Frühstück und der für 9:30 Uhr geplanten Weiterfahrt zum nächsten Zielort, suchten wir für den Sonnenaufgang noch einmal den gleichen Ort wie für den Sonnenuntergang auf. Ein ganz spezielles Farbenspiel in diesen roten Felsen …

Damit liegen bereits 9 Tage hinter uns. Doch auf die 4 letzten Tage freue ich mich ganz besonders, da wir uns intensiv mit Tierfotografie beschäftigen werden.

Über den Aufenthalt im Erindi Game Reserve und dem Okonjima Plains Camp werde ich im dritten und letzten Teil berichten.

Über die Navigation auf der linken Seite oder über diesen Link kommst Du zum ersten Teil, über die Navigation auf der rechten Seite oder über diesen Link kommst Du zum dritten und letzten Teil.

5 Mai 2018, von Beat

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Ursula Mathis
Gast
Ursula Mathis

Wunderbarer Reisebericht mit vielen tollen Bildern. Danke, ich konnte nochmals in Gedanken nach Namibia „reisen“. Es erinnert mich an meine Reise mit Stefan Forster im Jahre 2015. Liebe Grüsse Ursula