Am 12. Juni besteigen wir, ich und meine Frau, mit 2 grossen Rollkoffern und 2 vollen Fotorucksäcken den Zug in Pfungen und fahren zum Flughafen Zürich, wo wir uns mit den weiteren 8 Teilnehmern und der Reiseleitung treffen. Die Reise wird von photocube.ch veranstaltet und vom Inhaber und Landschaftsfotografen, Stefan Forster geleitet. Unterstützt wird er dieses mal von Bruno Birkhofer, welcher das zweite Auto fährt und auch sonst mit Rat und Tat zur Seite steht. Und um es vorwegzunehmen, auch dieses mal, wie bei der Island Reise im letzten Jahr, ist alles perfekt organisiert und es gibt absolut nichts zu bemängeln!

Von Zürich fliegen wir mit SAS nach Oslo, wo wir dann die ersten Probleme mit dem Gepäck hatten, welches partiell verschollen war. Ein scheinbar neu eingeführtes System lässt den Transit nur zu, wenn der Name des Fluggasts auf der Anzeigetafel erscheint. Mein Name und der eines weiteren Teilnehmers erschien nicht! Stefan hat dann dem Flughafenpersonal Beine gemacht, da wir den Anschlussflug nach Bodö erreichen mussten. Das bedeutete aber, dass wir beide noch einmal durch den Security Check mussten, um ans Gate zu kommen. Allerdings ohne Garantie, das unser Gepäck dann auch mit kommt. Stefan hat die ganze Prozedur ebenfalls über sich ergehen lassen und war dann insofern der Leidtragende, da sein Gepäck als einziges nicht am Zielort ankam (erst am nächsten Tag). So kamen wir dann nach einem weiteren kurzen Flug von Bodö nach Leknes ohne weitere Probleme um ca. 21:15 Uhr am Zielort auf den Lofoten an.

Die nächsten 8 Tage werden wir mit den Mietautos von Reine (Lofoten) über Andenes (Vesteralen) und Senja nach Tromsö fahren. Unsere Route wurde von Stefan komplett aufgezeichnet und als Tracklog zur Verfügung gestellt.

Tracklog: Von Reine nach Tromsö (inkl. Whale Watching)

Der erste Tag war dann auch gleich der anstrengendste, sozusagen ein Kaltstart! 6 Uhr Morgens, ohne Frühstück, Abfahrt zum Ausgangspunkt für die Besteigung des Reinebringen (460m ü. M.). Diese Wanderung war für einen ‘Bürogummi’ wie mich, schon eher grenzwertig, da sehr steil und unwegsam. Irgendwie schaffte ich den Aufstieg dann doch noch und wurde dafür mit einer fantastischen Aussicht belohnt.

Blick auf Reine vom Reinebringen

Irgendwann mussten wir dann auch wieder von diesem Berg runter und das war für mich fast noch die grössere Tortur als der Aufstieg. Danke an Bruno, der mir im unteren Teil den Rucksack abgenommen hat! Nach diesem ersten Highlight hatten wir dann etwas Zeit uns zu erholen und bei schönstem Wetter unsere schöne Unterkunft (Eliassen Rorbuer) zu geniessen. Diese Zeit habe ich auch genutzt, ein erstes Mal die Drohne steigen zu lassen.

Erster Drohneflug – Direkt über Reine: der Reinebringen

Um 16 Uhr ging dann das Programm bereits weiter. Ausgerüstet mit Fotorucksack inklusive Nachtessen lassen wir uns von einem Schnellboot (2 x 300PS, ~ 70Km/h (!) an den Ausgangspunkt für unser nächstes Ziel, den Strand mit dem Namen ‘Bunes Beach’ fahren. Vom Landungssteg war dann eine ca. 1 stündige Wanderung an den Strand angesagt, welche aber im Vergleich zum Vormittag eher ein Spaziergang war. Geplant war eigentlich, bis nach Mitternacht an diesem Ort zu bleiben, um in dieser schönen Kulisse die verschiedenen Lichtstimmungen der Mitternachtssonne zu fotografieren. Leider machte uns dann aber der aufziehende Nebel einen Strich durch die Rechnung, so dass wir uns frühzeitig wieder vom Schnellboot abholen lassen mussten.

Nebel zieht auf am Bunes Beach (ca. 22 Uhr)

Am darauffolgenden Tag war das Wetter dann deutlich schlechter, was uns aber nicht davon abhielt, einen Ausflug in ein Fischerdorf namens Nusfjiord zu machen. Da konnten wir auch die überall herumhängenden, getrockneten Fischköpfe fotografieren.

Getrockneter Fischkopf in Nusfjiord

Nach dem Mittagessen (Pizza) gings dann ein weiteres Mal mit dem Schnellboot aufs Meer hinaus. Diesmal aber in Vollmontur, da dies ein längerer Trip werden sollte. Es hätte sein können, dass wir Wale und Seeadler zu sehen bekommen. Das klappte leider nicht und so mussten wir uns mit Möwen, Kormoranen und Basstölpeln zufriedengeben.

Basstölpel

Nach diesem Schnellboot-Trip fotografieren wir noch in der Umgebung von Reine auf einem nahe gelegenen Hügel bevor wir dann in Reine selbst ein gutes Nachtessen geniessen.

Blick von Reine auf unsere Unterkunft

Im zweiten Teil dieses Berichts verlassen wir Reine Richtung Hennigsvaer und von da gehts dann weiter nach Andenes, wo auch eine Whale Watching Tour auf dem Programm steht.

Die komplette Bildergalerie über diesen Link: Fotoreise Norwegen 2017

>> Weiter zu: Reisebericht zu unserer Fotoreise nach Norwegen – Teil 2

1 Juli 2017, von Beat

Hinterlasse einen Kommentar

avatar