Eine Sonnenfinsternis ist ein eher seltenes Ereignis und da auch noch gutes Wetter vorausgesagt wurde, musste ich einfach einen Ferientag opfern, um dieses Ereignis zu fotografieren. Vorgängig hatte ich sehr viele Informationen gesammelt und habe auch Tests mit dem vorgesehenen Equipment durchgeführt. Grundsätzlich ist es nämlich nicht einfach und auch nicht wirklich empfehlenswert, direkt in die Sonne zu fotografieren.

Entschieden habe ich mich dann für das 80 – 400mm Objektiv mit vorgeschaltetem x 1,7 Konverter an der Nikon D810. Kleinstmögliche Blende war in dieser Konstellation 9.5 (Objektiv 5,6 plus 1,5 durch Konverter), welche ich nicht geändert habe. Auf das Objektiv habe ich den Big Stopper ND 3.0 und auf diesen den nächst kleineren ND 1.8 (beide von B&W) geschraubt. ISO war auf 200 eingestellt und die Belichtungszeit variierte von 1/160 – 1/250. Da es sich ‘nur’ um eine partielle Sonnenfinsternis mit bis maximal 74,9% Abdeckung handelte, mussten auch die Einstellungen nicht grossartig verändert werden (maximale Abdeckung um 10:34:12) .

Die Aufnahmen habe ich auf dem Balkon unserer Wohnung in Pfungen (Kanton Zürich) gemacht und alle aufgeführten Zeiten für das Ereignis gelten für diesen Standort.

Zu Beginn hatte im auf dem Gitzo Stativ den Kugelkopf von Novoflex montiert welchen ich dann in einer Blitzaktion durch den Wimberley Head ersetzte, da durch den steilen Winkel die Nachführung mit dem Kugelkopf  extrem unpräzise funktionierte.

Vom Beginn des Spektakels um 9:26 Uhr bis zum Ende um 11:46 Uhr habe ich ca. 230 Bilder aufgenommen. Dazu habe ich den externen Timer genutzt und die Kamera von Hand nachgeführt, wenn die Sonne/Mond Kombination das Bild verlassen wollte.

Die Erstellung der nachfolgenden Zeitraffer Sequenz war nicht ganz einfach und deshalb ist diese auch nicht wirklich perfekt. Erstellt wurde diese zwar mit dem LRTimeLapse Plugin, vorgängig mussten aber alle Bilder einzeln an einer extra dafür gebastelten Lightroom Schablone ausgerichtet werden.

20 März 2015, von Beat