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Einleitung

Ein neues Format, als Alternative zu einem Blogbeitrag, ein Sammelsurium an Neuigkeiten rund um mein Hobby, die Fotografie, in Form eines Videos.

Direkt unter dieser Einleitung findest Du das Video mit den Beiträgen welche nachfolgend kurz gelistet sind. Unter dem Video findest Du den kompletten Text auch zum Nachlesen.

  • Meine neue Nikon Z 6II
  • Neues Studiosetup mit Teleprompter
  • Davinci Resolve neue Version – vereinfachter Workflow
  • Neues Apple Silicon – Fast hätte ich einen Mac Mini mit der neuen Apple M1 CPU bestellt …

Kompletter Text zum Nachlesen

Entspricht 1:1 dem Text für den Teleprompter


Ein neues Format, als Alternative zu einem Blogbeitrag, ein Sammelsurium an Neuigkeiten rund um mein Hobby, die Fotografie, in Form eines Videos.

Als Einstieg alle Neuigkeiten rund um mein Fotoequipment, welches sehr Nikon lastig ist und deshalb beginne ich mit der neuen Nikon Z 6II.

Meine neue Nikon Z 6II

Ich habe mir die Nikon Z 6II nach langem Überlegen und abwägen bestellt und diese auch bereits erhalten! Bestellt hatte ich die Kamera am 15. Oktober, kurz nach der offiziellen Vorstellung, erhalten habe ich sie bereits am 9. November. Das ist bei Nikon ein Rekord für ein neues Produkt. Könnte durchaus auch sein, dass sich die Nachfrage in Grenzen hält.

Natürlich habe ich auch einiges verkauft, so zum Beispiel das 70-200mm Objektiv in der F-Mount Variante, meine letzte Spiegelreflex Kamera, die Nikon D500, und auch noch die Telekonverter 1,7- und 2,0-fach für das F-Bajonett. Den 1,4-fach Konverter behalte ich noch für das 500mm F-Mount Objektiv. Für das Z-System habe ich den neuen 2-fach Konverter bestellt.

Übrigens, die Nikon Z 6II filmt mich gerade, und zwar mit dem 50mm F1.8 Z-Objektiv. Dazu ist positiv zu vermerken, dass es für die neue Option, den Augenautofokus im Video-Modus zu nutzen, einen ersten Pluspunkt gibt.

Für einen ersten Test der Kamera habe ich wie meistens den Zoo Zürich besucht. Montiert hatte ich natürlich das neue 70-200mm Objektiv, welches kurz vor der neuen Kamera bei mir eingetroffen ist.

Mein erstes Fazit bezüglich Autofokus im Foto-Modus ist aber leider ernüchternd. Bei dieser Art von Fotografie, wo es auf Schnelligkeit und Treffsicherheit unter zum Teil schwierigen Lichtverhältnissen ankommt, habe ich keine markante Verbesserung gegenüber dem Vormodell festgestellt.

Ich hatte sogar eher ein Déjà-vu, da es zum Beispiel auch vorkam, dass ich einen Vogel anvisierte, auf den Auslöser drückte, der Autofokus sich aber keinen Millimeter bewegte. Bis ich dann über einen manuellen Eingriff am Fokusring den Autofokus doch noch zum Arbeiten bewegen konnte, war der Vogel schon längstens weitergeflogen.

Dieses Phänomen habe ich schon an der ersten Z-Generation, auch bei der Z7, festgestellt.

Ebenfalls eine Enttäuschung ist der Tieraugen-Autofokus! Nikon hat scheinbar immer noch nicht geschnallt, dass die Tierwelt nicht nur aus Haustieren wie Hunden und Katzen besteht…

Es mag sein, dass es auch im Foto-Modus bei der Gesichts- und Augenerkennung für Personen eine Verbesserung gibt, diese nützt mir aber für meine Anforderungen nichts und dementsprechend habe ich das auch nicht ausprobiert.
Auch die weiteren Neuerungen wie zum Beispiel zwei Speicherkartenslots oder der neue Batteriegriff sind für meine Bedürfnisse eher nebensächlich. Zudem ist es neu möglich, die zweite Z-Generation über den USB-Anschluss mit einer externen Stromquelle zu betreiben. Auch dies spricht gegen die Anschaffung des Batteriegriff, obwohl dieser stark verbessert wurde.

So bleibt wieder nur die Hoffnung, dass Nikon mit Firmwareupdates nachbessert. Ein Update auf die Version 1.01 hat es bereits kurz nach der ersten Auslieferung gegeben …

Noch ein Hinweis zu den RAW Dateien aus der Z 6II. Diese können aktuell noch nicht in Lightroom importiert werden, da diese Kamera noch nicht unterstützt wird. Dafür gibt es einen Workaround, welcher von Gunther Wegner in einem Blogbeitrag, welcher unten verlinkt ist, beschrieben wird. Die Anwendung dieses Workarounds geschieht natürlich auf eigenes Risiko…

Aktuell warte ich noch auf die neue Funkfernsteuerung WR-R11b, in der Hoffnung, dass diese dann dank der neuen Bauform auch in Kombination mit einem HDMI Kabel an den Nikon Z-Kameras genutzt werden kann.

Neues Studiosetup mit Teleprompter

Im letzten Beitrag habe ich über mein Videostudio mit dem GreenScreen, und wie ich das Material in Davinci Resolve bearbeite, berichtet.

Diesbezüglich hat sich in kurzer Zeit auch wieder einiges getan, da ich erstens einen günstigen, aber funktionierenden Teleprompter angeschafft und zweitens beim Aufbau des Studios das noch vorhandene Optimierungspotential genutzt habe.

Wie schon im letzten Video erwähnt, schaffe ich es niemals, einen Text komplett auswendig vor der Kamera aufzusagen und bin deshalb zwingend auf die Hilfe eines Teleprompters angewiesen.

Da mich aber die Preise für eine professionelle Lösung von 3000 Franken und mehr abgeschreckt haben, kam bis anhin eine Behelfslösung mit einem seitlich des Objektivs positionierten Displays zum Einsatz. Dieses Display war über ein 5 Meter langes USB Kabel mit dem Laptop, auf welchem die Google Software TellyPrompt lief, verbunden. Der Nachteil dieser Lösung war natürlich, dass ich beim Ablesen des Textes am Objektiv vorbeigeschaut habe.

Wie aus dem Nichts wurden mir dann in YouTube Videos zum Thema Teleprompter angeboten und da ich mich natürlich dafür interessiert habe, habe ich mir einige dieser Videos angeschaut. Bei allen ging es um das gleiche Produkt, welches aber scheinbar unter mindestens 2 Namen auf dem Markt erhältlich ist.

Desviw oder Bestview heisst dieses Produkt und besteht aus einem Objektivvorsatz mit unzähligen Adaptern für die verschiedenen Filtergewinde, einem halbdurchlässigen Spiegel mit einer Halterung für das Smartphone oder ein kleines Tablet. Ausserdem wird eine Fernbedienung mitgeliefert, welche über Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet gekoppelt wird. Mit dieser Fernbedienung können diverse Funktionen wie Start, Stopp, Schneller, langsamer und so weiter ferngesteuert werden.

Das erstaunlichste für mich war aber der Preis, welcher so um die 130 Euro liegt. Aber gerade wegen dem tiefen Preis habe ich mir so ein Teil bestellt, natürlich mit dem Hintergedanken, dass wenn das Teil nichts taugt, sich auch der Verlust in Grenzen hält.

Diesbezüglich wurde ich aber positiv enttäuscht, wenn man das überhaupt so sagen darf und musste feststellen, dass diese Lösung für mich bezüglich Preis Leistung absolut perfekt passt.

Auf dem Smartphone oder Tablet muss die Bestview App installiert werden, welche dann mit der Fernbedienung gesteuert werden kann. Die Texte schreibe ich am PC, speichere diese in der Dropbox und kopiere sie dann via Copy & Paste in die BestView App.

Mit dieser Lösung habe ich den gesamten Text für dieses Video vom Teleprompter abgelesen. Eine Einschränkung gibt es wegen der geringen Grösse der Lösung und auch des Smartphone-Displays bezüglich möglicher Distanz zum Objektiv, da der Text dann schnell einmal zu klein wird, um diesen noch lesen zu können. Ein Tablet dürfte keine grosse Verbesserung bringen, da auch hier die Grösse auf unter 8 Zoll beschränkt ist.

Das Studiosetup habe ich seit dem letzten Video stark umgebaut und optimiert. So habe ich den Green Screen mit einer Stange an die Befestigungen für das Hintergrundpapier montiert, präsentiere jetzt auch stehend und benötige, auch dank den Verbesserungen in Davinci Resolve 17, nur noch eine einzige Lichtquelle, nämlich die 150 Watt LED Leuchte von Godox mit der Deep Octa Softbox von Rotalux.

Den Raum kann ich nun auch mit einem zusätzlich montierten Vorhang komplett abdunkeln, so dass ich das Studio es zu jeder Tageszeit ohne Probleme mit Fremdlicht nutzen kann.

Davinci Resolve neue Version – vereinfachter workflow

Vor kurzem hat Blackmagic das Videoschnittprogram Davinci Resolve in der Version 17 auf den Markt gebracht. Zwar noch als Betaversion, aber mit so vielen Neuerungen, dass ich mir diese unbedingt ansehen musste. Und es hat sich gelohnt, zumal auch die Beta Version stabil läuft. Dieses Video ist vollumfänglich mit der Version 17 in der Studio Beta Version erstellt worden.

Was alles neu und besser ist, kann in unzähligen YouTube Videos angeschaut werden. Für meine Anforderungen hat es vor allem für den Workflow mit dem Green Screen massive Verbesserungen gegeben, die ich hier kurz zeigen will. So gibt es neu einen 3D Keyer, welcher sowohl im Edit Modul als auch im Color Modul zur Freistellung des Green Screens genutzt werden kann. Ich bevorzuge die Nutzung im Color Modul und möchte hier kurz zeigen, wie einfach und schnell das geht.

Als erstes importiere ich die Clips aus dem Atomos Recorder, setze bei allen Clips den Data Level auf Full und weise den Clips die Nikon LUT zu, da diese Clips im 10Bit N-Log Format aufgenommen wurden. Danach erstelle ich im Edit Modul meine Timeline und wechsle dann fürs Grading ins Color Modul, wo ich auf dem ersten Node Anpassungen mit Gain, Lift und Offset vornehme. Auch die Highlights und die Farbsättigung sowie die Schärfe werden bei Bedarf auf diesem Node angepasst.

Danach erstelle ich mit ALT-S einen neuen Node und suche dann in Open FX den 3D Keyer. Dieser wird auf den neuen Node gezogen und kann dann in den Settings eingestellt werden. Zuerst muss aber noch ein Alpha Kanal aktiviert und mit dem Ausgang dieses Nodes verbunden werden.

Dann kann über die Einstellungen des Keyers mit dem Picker ein oder mehrere Pfade in den grünen Bereich gezeichnet werden und schon wird alles was grün ist ausgeblendet. Für eine erste Optimierung kann ‘Despill’ aktiviert werden. Danach den Output auf Alpha Highlights Schwarz-weiss setzen und im Bereich Matte Finesse mit Clean Black und eventuell Clean White die Ausgabe optimieren. Danach den Output wieder auf Final Composite setzen und schon ist die Freistellung erledigt und sieht auch sehr sauber aus.

Nun kann das im Edit Modul genutzt werden, um einen beliebigen Hintergrund zu platzieren. Dies kann ein Bild oder auch ein Video sein, welches in die darunterliegen Videospur gezogen wird. Ich zeige hier im Beispiel die Vorgehensweise wie ich sie auch in diesem Video genutzt habe. Ich nehme das Bild mit meiner Fotowand und lege darauf dann den Effekt Lens Blur, um eine Unschärfe des Hintergrunds zu erhalten. Dieser Effekt kann bei den Settings konfiguriert werden.

Etwas unschön mit dieser Methode ist aber der Effekt, dass wenn ich jetzt das zuoberst liegende Video mit dem Green Screen verschieben oder auch skalieren will, dass dann auch das Hintergrundbild nicht mehr sichtbar ist. Mit dem Delta Keyer in Fusion gibt es diesen Effekt nicht. Abhilfe kann hier eine Garbage Matte bringen, welche als Option im 3d Keyer erstellt werden kann. Ich zeige das hier als Beispiel, habe das aber aktuell in diesem Vide so nicht genutzt. Als Shape wird ein Viereck oder eine Ellipse gewählt. Für meine Anforderungen muss invert gewählt werden. Danach kann die Maske mit den Reglern in die richtige Grösse und Position gebracht werden.

So ist es dann im Edit Modul möglich, in dieser Videospur die Transform Regler zu benutzen ohne das die darunterliegende Spur beeinflusst wird.

Neues Apple Silicon

Fast hätte ich einen Mac Mini mit der neuen Apple M1 CPU bestellt …

Wer hätte das gedacht, dass ich als langjähriger und zufriedener Windows, Schrägstrich Intel Nutzer überhaupt an so etwas denke!

Etwa zeitgleich mit der neuen Davinci Resolve 17 Version hat Apple die neuste Generation Mac Mini, Macbook Air und Macbook Pro lanciert. Diese 3 Systeme basieren auf dem neuen, von Apple selbst entwickelten, auf ARM Technologie basierenden, M1 Chip.
Dabei handelt es sich um einen Chip, welcher alles was nötig ist, um ein System zu betreiben, beinhaltet. Ein sogenanntes System on Chip mit CPU, GPU, Neural Engine sowie allen Controllern und direkt angebundenem Speicher. Dies alles in 5 Nanometer Technologie und mit der fast unvorstellbaren Anzahl von 16 Milliarden Transistoren.

Im Hintergrund übrigens eine Ansicht dieses Chips unter dem Mikroskop.

Das hat mich aus den Socken gehauen, vor allem als dann die ersten YouTube Videos mit der auf diesen Chip optimierten Davinic Resolve Version 17 gepostet wurden. Da sieht es dann fast so aus, als ob so ein Mac Mini mit 8 Cores, 8GB RAM und das für schlappe 800 Franken in etwa die gleiche Perfomance bringt, wie meine erst gerade neu angeschaffte Intel Workstation mit 12 Cores, 64GB RAM und einer RTX 4000 Nvidia Grafikkarte für einen Preis von mehreren 1000 Franken.

Das ich mir einen Mac Mini bestelle, einfach um mir selbst ein Bild über die Leistungsfähigkeit machen zu können, ist immer noch offen – ein harter Kampf mit mir selbst.

Zu hoffen ist einfach, dass das was AMD noch nicht geschafft hat, nun ins Rollen kommt. Nämlich, dass Intel durch diese Entwicklung endlich aufgeschreckt wird und versucht, technologisch wieder ganz vorne mitzumischen. Falls dies nicht passiert, wäre für mich ein Systemwechsel fast unausweichlich.

So, das wars für heute. Falls dir etwas in diesem Video gefallen hat, dann lass mich das wissen. Zum Beispiel mit einem Kommentar, einem Daumen nach oben oder gar mit einem Abonnement.

Danke und bis zum nächsten Mal, Tschüss

30 November 2020, von Beat
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